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Ton verändert alles

Ton ist der wichtigste und älteste Rohstoff für die Herstellung von Keramik. Als Bestandteil von Lehm wird er schon immer für die Herstellung von Ziegeln benötigt.
Ton ist allerdings nicht gleich Ton. Allen Arten gleich ist, das sie sehr weich sind und durch Erhitzen in härtere und festere Materialien umgewandelt werden können. Je nach Ort der Gewinnung unterscheidet sich die Struktur sehr deutlich, was dann wieder Auswirkung auf die späteren Eigenschaften wie etwa Quellverhalten oder Festigkeit hat.

Als man nun im 14. Jahrhundert im Gebiet der Gemeinde Impruneta entdeckte, das eben nur dort ein Ton vorkommt der besonders hohe Anteile an Mineralien, Aluminium-, Kupfer- und Eisenoxiden hat und sich nach einem Brennvorgang mit sehr hohen Temperaturen durch absolute Frostfestigkeit auszeichnet, entstand schnell eine richtige "Industrie". Das erste datierbare Dokument stammt aus dem Jahr 1308.

Zunächst werden in ehr familiär strukturierten Betrieben Produkte wie Ölgefäße, Teller und Krüge angefertigt. Schon bald entdeckt man die hervorragenden Eigenschaften auch für Dacheindeckung und die typisch toskanische Dachziegel ist geboren. Auch heute noch wird der größte Teil des abgebauten Tones für Dachziegeln und Bodenfließen verwendet.
Doch nicht zuletzt Dank Künstlern wie Michelangelo und Luca della Robbia wurde der Impruneta-Ton mehr und mehr auch für Statuen und Figuren verwendet. Mitte des 15. Jahrhunderts, mit den ersten Gartenanlagen, wuchs dann auch die Nachfrage nach Pflanzgefäßen, besonders nach großvolumigen und dennoch detailreich gearbeiteten. Auch diese wurden mit Ton aus Impruneta hergestellt und sind zum Teil noch heute in den Anlagen zu sehen.